Visiuelle Audio
und Video Medien
Visuelle Audio und
Video Medien – oder zu Deutsch: Medien in Bild und Ton – sind
spätestens seit Erfindung des Fernsehers ein steter Begleiter
unseres Alltags. Wo ehemals das Radio als wichtigstes
Informationsmedium angesehen werden konnte, wurde es rasch vom
Fernsehen abgelöst. Dadurch wurden die gesellschaftliche
Informationspolitik sowie das Unterhaltungswesen gleichermaßen
verändert. Spätestens als Fernsehgeräte für jeden erschwinglich
wurden, schwand die Bedeutung des Radios. "Video killed
the radio star", wusste schon damals die Next Wave Band "The
Buggles" zu besingen.
Doch könnte nun auch
schon bald der Fernseher als visuelles Audio und Video Medium
"out of date" sein. Der Grund dafür ist das Internet, das dem
Fernseher bereits jetzt in mancherlei Hinsicht den Rang
abgelaufen hat. Alles fing mit dem Computer an. Mit seiner
Einführung wurden visuelle Audio und Video Medien um eine
Komponente erweitert. Allerdings stand beim Computer der
praktische Nutzen im Mittelpunkt (Datenverwaltung,
Textverarbeitung etc.). Allenfalls im Rahmen von Videospielen
bildete der Computer als Plattform schon relativ früh eine
Konkurrenz zum Fernseher (und somit zu den Konsolen). Doch die
Einführung des Internets sowie auch der DVD Technologie
befähigen den Computer nun, in breiter Front mit dem Fernseher
zu konkurrieren. Das Internet und dessen Entwicklung machten
den Computer zum Multitasking fähigen Kommunikationsmedium.
Kommunikation in Schrift und Sprache kann heutzutage problemlos
über den Computer abgewickelt werden. Ebenso der Versand von
Dateien. Dagegen sind die geringfügigen Kommunikationsoptionen,
die der Fernseher in Form des Teletext bietet, nicht besonders
aufregend. Ganz abgesehen davon, kann man sich mittlerweile
nach Herzenslust Videos im Internet anschauen. So ist YouTube
mittlerweile bedeutender geworden, wenn es um Musikvideos geht,
als MTV.
Und auch die DVD
Technologie hat den Computer konkurrenzfähig gemacht, wenn es
um die Wiedergabe von Filmen geht. Fast jeder Computer und
jeder Laptop hat heutzutage ein DVD Laufwerk. Wer also lieber
Filme nach Lust und Laune schaut und dem Fernsehprogramm meist
nicht viel abgewinnen kann, für den spricht nichts dagegen, den
Fernseher komplett durch die entsprechende Hardware zu
ersetzen.
Steht nun also der
nächste Schichtwechsel bevor? Ist es nun am Fernseher,
abzudanken und Raum für das Internet, bzw. den Computer, zu
schaffen? Vermutlich nicht ganz. Vielmehr muss man davon
ausgehen, dass das Internet in vielerlei Hinsicht mittlerweile
zwar bedeutsamer als der Fernseher sein mag, doch gänzlich
ersetzen wird es ihn nie. Ebenso wenig wie der Fernseher jemals
das Radio gänzlich ersetzt hat? Die Palette an visuellen Audio
und Video Medien hat sich einfach nur erweitert.
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